Schöne Smartphone-Fotos

Eingebaute Handykamera vor Foto-Apps!

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Momentan gibt es viele tolle Foto-Apps mit einer schier unendlichen Möglichkeit an Effekten und Filtern, welche einladen diese zu benutzen.
Widerstehen Sie dieser Versuchung und nehmen Sie trotzdem lieber die eingebaute Kamera Ihres Smartphones. Hier erhalten Sie meistens eine viele bessere Auflösung als bei Aufnahmen durch eine App.
Aus meiner eigenen Erfahrung weiß ich, dass diese Apps sehr verführerisch sind.

Aber wenn man seine künstlerischen Kreationen mit etwas Abstand betrachtet, stellt man sehr oft fest, dass weniger doch manchmal mehr gewesen wäre. Daher gehen Sie es ganz ruhig an, so vermeiden Sie den totalen Bildbearbeitungs-Overkill.
Fotografieren Sie Ihre Lieblingsmotive ganz einfach ohne jegliche Effekte. Im Nachhinein erhalten Sie sich nämlich so alle Möglichkeiten!
Laden Sie einfach erst später Ihre Fotos in eine der kreativen Apps und nutzen Sie dann erst die Filter und Effekte zur Bildbearbeitung. Speichern Sie dann ihre bearbeiteten Fotos als Kopie des Originals. So erhalten Sie immer eine unbearbeitete hochwertige Originalversion. Schließlich weiß man ja nie, wozu man diese noch brauchen wird, oder?

Kleiner Tipp: Wenn Sie Ihre Fotos oft auf Instagram teilen, speichern Sie sich das typische quadratische Bildformat als Voreinstellung in Ihrer Smartphone-Kamera. Das schafft Ihnen eine harmonische Bildausrichtung, da der nachgelagerte Zuschnitt des Fotos wegfällt.

 

Fokuspunkt und Belichtung optimieren per Fingertipp!

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Nicht immer ist der Fokuspunkt des Fotos in der Mitte des Bildes. Um auch andere Bereiche scharf zu stellen tippen Sie einfach auf die gewünschte Stelle des Displays. Durch längeres Drücken auf eine bestimmte Stelle des Bildes, passen Sie zudem die Belichtung an.

Hierbei sollten Sie aber darauf achten, dass durch diese Anpassung  bei sehr kontrastreichen Fotos andere Stellen des Bildes eventuell überbelichtet oder zu dunkel werden können. Hier heißt es probieren geht über studiere. Einfach in der Bildvorschau mehrere Varianten testen und so die beste Version aussuchen.
Hier ein kleines Beispiel: In dem Foto oben wollte ich die orange Vase auf dem Tresen einer Strandbar scharf stellen, musste aber gleichzeitig verhindern, dass der Hintergrund zu hell wird, damit die Kräne im Hamburger Hafen noch sichtbar bleiben. Oftmals ist dieses eine Herausforderung, gerade wenn sich das Tageslicht zusätzlich im Display spiegelt und so die Vorschau kaum erkennbar ist. In diesem Fall gestalte ich gerne viele Varianten und lösche dann später, bei guten Lichtverhältnissen, die eher unschönen Fotos.

 

Für klare Sicht sorgen!

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Trotz Fokuspunkt stimmt noch etwas mit der Bildschärfe nicht? Hier klingt es vielleicht etwas banal, aber in den meisten Fällen ist der Grund: eine verschmutzte Kameralinse! Daher einfach öfter ein weiches, kratzfreies Mikrofasertuch in die Hand nehmen und das gute Stück vorsichtig putzen.

 

Die Symmetrie in jedem Foto finden!

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Aus künstlerischer Sicht genießen schiefe Horizonte und asymmetrische Bilder ein hohes Ansehen. In den allermeisten Fällen sieht dieses aber leider eher unprofessionell und einfach schief aus.

Vor allem bei meinen geliebten, quadratischen Instagram-Fotos hab ich meinen wohl angeborenen Ordnungstick in der Bildaufteilung noch verstärkt. Schiefe Bilder fallen mir sofort auf und ich würde diese gerne sofort gerade rücken.

Daher noch ein kleiner Tipp an Sie: Achten Sie auf gerade Horizonte und einen ausgeglichenen Bildaufbau mit möglichst vielen geraden Linien. Um die Symmetrie einer Umgebung bestmöglich einzufangen, sollten Sie sich auch als Fotograf sehr zentriert positionieren. Kleine Unterstützer sind auch eingeblendete Rasterlinien im Bildausschnitt auf dem Display. Sollte dann doch ein Horizont schief getroffen sein, so können Sie diesen nachträglich durch die Bildbearbeitungsfunktion Ihres Smartphones zurechtrücken.

 

Ändern Sie Ihren Blickwinkel!

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Sind Sie manchmal auch gelangweilt von immer gleichen Fotokompositionen? Dann wechseln Sie einfach die Perspektive. Geben Sie auf die Knie oder legen Sie sich auf den Boden und fotografieren Sie so aus einem anderen Blickwinkel.

Oder gehen Sie hoch hinaus und knippsen Sie von einem erhöhten Standpunkt. Genauso spannend kann ein Schnappschuss um die Ecke sein oder an einem Objekt vorbei. Überrascht werden Sie sein, was ein so kleiner Perspektivwechsel ausmachen kann. Aus eigenen Versuchen kann ich sagen, dass so eine Foto-Akrobatik nicht nur aufregendere Bilder mit sich bringt, sondern auch lustige Begegnungen mit wildfremden Menschen fördert.

 

Bitte treten Sie näher!

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Ein zu großer Abstand zum Motiv ist einer der häufigsten Schönheitsfehler beim Fotografieren. Familienfotos aus der Kindheit erinnern oft daran: Hier waren die Menschen viel zu klein und manchmal sogar die Füße abgeschnitten. Heute schmunzeln wir darüber und erfreuen uns an dem nostalgischen Look.
Wir wollen es aber heute lieber besser machen. Und selbst wenn es um Objekte geht und nicht um Menschen geht, tut uns Nähe zum Objekt gut.

Kleines Beispiel: In dem Bild oben habe ich bunten Schuhe in Granada fotografiert. Durch die Nähe zum Objekt erkennt man so viele Details und Strukturen, welche eine viel intensivere Wirkung erzeugen.

Näher ran ist die Lösung! Wichtig ist hier, selber näher ans Objekt zu treten und nicht den Zoom ihres Smartphones zu nutzen. Durch diesen digitalen Zoom verschlechtert sich nämlich die Bildqualität erheblich und lässt Ihr Motiv später pixelig erscheinen. Wenn es nicht möglich ist, dann lieber aus weiterer Entfernung fotografieren und das Foto danach bei der Bearbeitung croppen, also zuschneiden.

 

Action Shots rocken!

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Hüpfen, Tanzen, Springen… Action! Rasche Bewegungen einzufangen erscheint schwierig, ist aber ganz einfach. Um einen Sprung (oder eine andere Dynamik) einzufrieren, nutzen Sie die Funktion der Serienaufnahme.

Den Auslöser für längere Zeit gedrückt halten und schon macht die Kamera mehrere Bilder hintereinander. Mit einer so großen Auswahl, können Sie sich dann das beste Foto aus der Bilderserie heraussuchen. Viel Spaß beim Jump-Shot!

Auch in diesem Fall kann ich Ihnen übrigens sagen, dass wildes Herumgehüpfe in der Öffentlichkeit zwar immer ein bisschen albern wirkt, aber für allgemeines Amüsement der Mitmenschen und das ein oder andere unverhoffte Gespräch sorgt.

Sich ein bisschen lächerlich machen und sich kindisch benehmen, das tun wir alle viel zu selten. Also, wenn Sie mich fragen.

 

Detailverliebt ist voll im Trend!

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Mein letzter Tipp ist zugleich mein Favorit! Schärfen Sie Ihren Blick für die winzigen, wunderbaren Augenblicke und Details, denen wir täglich begegnen.

Wie einen Muskel können Sie diese Fähigkeit trainieren. Das Entdecken dieser schönen Momente kann sogar glücklich machen und birgt Suchpotenziale. Bei mir zumindest. Ich hoffe auch Sie haben Freude daran! Bis zum nächsten „Momentchenmal!“.

Ihre Nic

P.S. Ich freue mich, wenn Sie mich auf Instagram besuchen! Sie finden mich unter dem Namen @luziapimpinella.

Nic

1 comment

  1. M

    Toller Artikel. Danke!

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