Tipps zum Fotografieren in der Nacht

Eine der größten Herausforderungen bei der Fotografie ist sicher die Dunkelheit bei Nacht. Doch gerade, wenn Sie eine fremde Stadt erkunden, kann es besonders reizvoll sein, in der Dämmerung oder nachts auf Fototour zu gehen. Dies hat auch Benjamin Mogel getestet, als er für die CEWE Photo Tour 2018 unter anderem in Prag und Budapest unterwegs war. Lesen Sie seine und weitere Tipps, wie Sie auch bei Dunkelheit wunderbare Fotos aufnehmen können.

 

1. Die blaue Stunde ausnutzen

„Blaue Stunde“ nennt man die Zeit der Dämmerung mit einem einzigartig stimmungsvollen Licht. Diese tritt nach dem Sonnenuntergang ein, bevor es richtig dunkel wird. Sie ist aber genauso auch die Zeit am frühen Morgen zwischen Dunkelheit und Sonnenaufgang. Nutzen Sie diese Zeitspanne (ca. eine Stunde), um Fotos mit atemberaubender Lichtstimmung zu machen. Gerade Ansichten einer Stadt wirken mit dem bläulichen Abend- oder Morgenhimmel besonders aufregend. Recherchieren Sie am besten vorher, wann genau Sonnenuntergang oder Sonnenaufgang eintreten. Besonders schön zur Geltung kommt die Kombination aus Gebäuden oder Architektur und Himmel. Achten Sie beim Fotografieren darauf, dass der Himmel ungefähr ein Drittel des Bildes einnimmt.

 

Benjamin Mogel hat im Rahmen der CEWE Photo Tour 2018 in Prag die blaue Stunde für Nachtaufnahmen genutzt. Foto: Benjamin Mogel

 

Die Karlsbrücke in Prag um 5 Uhr morgens. Ein Spiel mit Licht und Schatten. Foto: Benjamin Mogel

 

2. Das geeignete Equipment mitnehmen

Gerade für Städtereisen gilt: Je leichter, desto besser! Mit lichtstarken Kameras sind Sie zwar ideal ausgerüstet, benötigen aber nachts noch weiteres Zubehör, um mit gelungenen Ergebnissen nach Hause zu kommen. Ein Stativ ist in diesem Fall unerlässlich: Verwenden Sie ein Reisestativ, welches klein und leicht ist und somit perfekt in einen Rucksack passt. Darüber hinaus sollten Sie auf jeden Fall Ersatzakkus einpacken, da man nachts meist viel mit dem Display der Kamera arbeitet und dadurch mehr Batterie benötigt.

 

Die Kettenbrücke führt in Budapest zum Burgberg und ist mit ihrer nächtlichen Beleuchtung ein reizvolles Motiv.

 

3. Mit der Langzeitbelichtung spielen

Wenn Sie das passende Equipment dabeihaben, eignet sich die Nacht perfekt dafür, statische Aufnahmen von Architekturen mit sich bewegenden Objekten zu machen.
Stellen Sie sicher, dass Sie

  • sich im Manuell-Modus der Kamera befinden,
  • eine niedrige Blende (f/8 bis f/14),
  • eine längere Verschlusszeit (1 Sek. bis 5 Sek.) und
  • einen niedrigen ISO-Wert (zwischen ISO 100 und ISO 400) eingestellt haben.

Wenn Sie das geschafft haben, versuchen Sie, die Kamera mittels App, Fernbedienung oder mit ruhiger Hand zu bedienen, um ein scharfes Bild aufzunehmen.

 

Lebendiges Prag bei Nacht: Benjamin Mogel hat im Rahmen der CEWE Photo Tour 2018 europäische Städte besucht und verschiedene Fototechniken getestet. Foto: Benjamin Mogel

 

Extra-Tipps für Nachtaufnahmen mit dem Smartphone:

Wenn Sie es weniger professionell angehen wollen oder einfach mit Ihrem Smartphone fotografieren, gilt auch hier:

  • Besser keinen Blitz verwenden, sondern ein Stativ. Das kann auch mal eine Taschentücherpackung auf der Mauer sein.
  • Suchen Sie belichtete Motive, die oft für interessante Schatteneffekte sorgen.
  • Gehen Sie möglichst dicht an Ihr Motiv ran und wählen Sie den Fokus manuell (nicht automatisch).

 

Viel Erfolg und Spaß bei Ihrer nächtlichen Städte-Fototour!

 

 

 

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